Nach dem Besuch in Beelitz 2016 reifte der Plan, auch irgendwann mal das Haus der Offiziere in Wünsdorf zu besuchen. Nachdem es 2017 terminlich irgendwie nicht klappte, war es am 18.08.2018 dann doch so weit.

 

Vielen Dank an Birthe, die sich um die ganze Orga gekümmert hat, mich nach Wünsdorf chauffiert hat, und auch ansonsten eine überaus angenehme Begleitung war! :-)

 

Das Haus der Offiziere an sich erwies sich jedoch leider als Flop! Nur wenige offene Gebäude bzw. Gebäudeteile, viele große und fotogene "Betreten verboten"-Schilder, noch fotogenere Flatterbandabsperrungen, und viele einfach nur leere Räume (ebenfalls sehr fotogen!).

 

Die Krönung aber war die Anzahl der Fotografen, die vom Veranstalter in die Örtlichkeiten "gequetscht" wurden. Man stand sich eigentlich überall und permanent im Weg. Außerdem gab es viel zu viele "Kollegen", die ihr Equipment völlig gedankenlos irgendwo herumstehen ließen, und den anderen so das Bild verdarben.

 

An dieser Stelle herzlichen Dank dafür! Ich hoffe, Ihr habt Euch wohl gefühlt!

 

Das i-Tüpfelchen war ein mitgeführter Hund, der inmitten von Schutt und Glasscherben angebunden war, und keinen sonderlich glücklichen Eindruck machte.

 

So endete der eigentlich auf fünf Stunden angesetzte Besuch bereits nach drei Stunden mit einem einigermaßen dicken Hals!

 

Okay, ein paar Fotos sind natürlich trotzdem entstanden! ;-)

Aber um 13.00 Uhr die Segel zu streichen und nach Hause zu fahren, das wäre einer schmählichen Niederlage ohne Gegenwehr gleichgekommen! Also musste ein Plan B her. Und wieder war Birthe die Rettung, hatte sie doch von einem Onkel irgendwann mal den Tipp bekommen, sich bei einem Besuch in Wünsdorf die dortigen Bunkeranlagen anzusehen.

 

Also kurz im Netz recherchiert, und ab dafür!

 

Kurzer geschichtlicher Exkurs:

Errichtet Ende der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts im Auftrag des Oberkommandos des Heeres der Wehrmacht, nach Ende des Zweiten Weltkrieges teilweise durch die Sowjetischen Streitkräfte gesprengt, teilweise durch deren Oberkommando weiterhin genutzt. Nach dem Abzug der GSSD 1994 wurden die Anlagen auf Betreiben des damaligen Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg komplett geräumt. Leider wurde wohl auch vieles entfernt, was aus heutiger Sicht höchst fotogen gewesen wäre, und den morbiden Charme der Anlagen verstärkt hätte. Schade drum.

 

Über die Geschichte von Wünsdorf nach der Wende wurde viel geschrieben, es gab damals wohl die erste "Immobilienblase" der wiedervereinigten Bundesrepublik.

 Exkurs Ende

 

Zufällig gab es um 14.00 Uhr eine Führung durch Teile der Anlage, sowohl oberirdisch (angenehmes Wetter mit Shorts und T-Shirt) als auch durch den Bunker Zeppelin (10° C, mit Shorts und T-Shirt ein ganz klein wenig kühl!)

 

Aufgrund des einigermaßen flotten Tempos, nur gelegentlich unterbrochen von kurzen Vorträgen des "Führers" (uups!) blieb nur wenig Zeit, um ein paar Fotos zu machen. Angeblich gibt es aber Termine, an denen Fotografen die Anlagen auf eigene Faust erkunden, und nach Herzenslust fotografieren dürfen.

 

Tja, da haben wir wohl einen neuen Termin im Kalender. ;-)

 

Wer die Gelegenheit hat, sollte übrigens eine Führung durch die Anlage mitmachen. Unser Fremdenführer gab sich alle Mühe, zu Beginn einen etwas seltsamen Eindruck zu vermitteln, seine Vorträge jedoch waren überaus interessant und mitreißend!

 

Und auch hiervon gibt es natürlich ein paar Fotos.